Das Orchester unter H. v. Karajan begleitet aufmerksam ... • • • • • (bewertet mit 4 von 5 Punkten)
Mit diesem Satz eines Rezensenten hier ist die Problematik dieser Aufnahme auf den Punkt gebracht :
Sie wurde seinerzeit vor allem eingespielt, um die junge Fr. Mutter zu präsentieren - nicht, um die Werke selbst neu darzustellen. Karajan unterstützte seinerzeit die junge Geigerin (verdientermaßen !) nach Kräften. Und das ist zu hören : Karajan hält das Orchester zurück und rückt Frau Mutter in den Mittelpunkt. Damit wird das Orchester zu etwas, was es bei einem Solokonzert niemals werden sollte : es wird zum Begleiter reduziert und ist nicht ebenbürtiger Partner eines Wechselspieles.
Die Klangschönheit erreicht den bei Karajan / Berliner / DGG gewohnten hohen Standard. Von der Interpretation her reicht es aus dem erwähnten Grund nicht zu einer Referenzaufnahme. (Dasselbe gilt übrigens auch für die Aufnahme des Beethoven'schen Violinkonzertes von Karajan / Mutter ebenfalls aus der Anfangszeit der Geigerin.)